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07.09.2020

Emil Petca – neuer A-Jugend Trainer der SGM Eschach/ Weißenau

Nach 9 Jahren Bezirksstaffel in Folge konnte der TSV Eschach bzw. die SGM Eschach/Weißenau in der Saison 2019/2020 aufgrund Spielermangel keine A-Jugend mehr stellen und musste sein Team abmelden. Für die anstehende Spielzeit arbeitete Jugendleiter Thomas Burkhart seit mehreren Monaten intensiv daran, dass wieder ein Team an den Start geht. Mit Emil Petca konnte er einen erfahrenen Mann als Trainer für dieses Team präsentieren. Ihn wollen wir in der heutigen Ausgabe des Sportboten vorstellen. Zu Beginn des Gesprächs hat er uns verraten, dass er zusammen mit seiner Frau und 3 Kindern in Torkenweiler wohnt. Beruflich ist er bei der Firma Rafi in Berg als Personalplaner aktiv.

Redaktion: Emil, wie bis du zum dem Trainerposten als A-Jugend Trainer der SGM Eschach/ Weißenau gekommen?

Emil: Der Jugendleiter Thomas Burkhart hat mich angerufen und wollte mich für die Aufgabe gewinnen. Eigentlich wollte ich nach 13 Trainerjahren pausieren, aber er hat nicht locker gelassen und mich letztlich überzeugt, den Posten anzunehmen. Ich muss auch dazu sagen, dass ich die Jungs zufällig letzten Winter in der Halle hab spielen sehen (Red.: die damalige B-Jugend) und fußballerisch einiges da war. Das hat sicher auch eine Rolle gespielt, zudem wohne ja im Ort und ganz ohne Fußball geht es bei mir wohl doch nicht.

Red.: Was waren deine bisherigen Trainerstationen?

Emil: Ich habe ja bereits mit 22 Jahren als Trainer begonnen und im FV Ravensburg und später beim SV Weingarten von der D-Jugend bis zur A-Jugend alle Altersklassen trainiert. Anschließend war ich beim FC Wangen für die C-Jugend Landesstaffelmannschaft verantwortlich. Die Zeit in Wanen war leider nicht so erfolgreich und zuletzt war ich beim FV Langenargen zwei Jahre lang Trainer der Herren. Das waren alles Stationen im höheren Leistungsbereich mit enormem zeitlichem Aufwand. Ich habe drei kleine Kinder zuhause und diese Intensität kann ich im Moment nicht leisten. Mit der A-Jugend Eschach/Weißenau trainiere ich ein Team sozusagen vor meiner  Haustür mit zwei Trainingseinheiten pro Woche. Das ist mit meinem Familienleben vereinbar.

Red.: In der aktuellen Vorbereitung habt ihr bereits dennoch einiges getan und drei Trainingsspiele absolviert. Wie sind deine bisherigen Eindrücke vom Team?

Emil: Einen wirklichen Eindruck hab ich noch gar nicht. Urlaubsbedingt ist doch einiges ausgefallen.   Gegen Oberzell und Meckenbeuren haben wir jeweils mit 2:1 gewonnen, gegen den TSV Berg mit 0:3 verloren. Ich habe bewusst nur Spiele gegen höherklassige Teams ausgemacht, weil  ich weiß, dass die personell so bestückt sind, dass sie in der Vorbereitung auch antreten können. Von meinem Team hab ich dabei gesehen, dass es spielerisch ganz gut ist, aber noch konditionelle Probleme hat. Für mich wird die Aufgabe zudem darin bestehen, aus den Spielern der Jahrgänge 2002, 03 und 04 ein Team zu formen. Die 2002 konnten ja letzte Saison gar nicht spielen und die 03er sind eingespielt und wir haben auch 04er (also älterer B-Jugend Jahrgang), die fest bei uns spielen und zu integrieren sind.

Red.: Was erwartest du von der Punkterunde in der Qualistaffel?

Emil: Für die Herbstrunde gibt es nur ein Ziel und das heißt Aufstieg in die Leistungsstaffel im Frühjahr. Im Grunde ist es ärgerlich, dass wir in der niedrigsten Staffel spielen, denn das wissen die Jungs natürlich auch und geben vielleicht nicht immer mit der richtigen Körperspannung in die Spiele. Wenn du aber ein Spiel gegen die falsche Mannschaft verlierst, kann das Saisonziel schon in Gefahr geraten.

Red.: Hast du selbst auch Fußball gespielt?

Emil: Natürlich. Ich habe in der Jugend beim TSB Ravensburg begonnen, dann in der Jugend beim FV Ravensburg und für den TSV Berg gespielt. Bei Berg bin ich dann auch zu den Aktiven gekommen, das war damals noch in der Kreisliga A. Ich war in der Zeit bei den Aktiven sehr viel verletzt und habe deshalb früh aufgehört mit dem Fußballspielen und bereits mit 22 Jahren als Trainer angefangen.

Red.: Du hast mit Steffen Fuchs einen Co.-Trainer an deiner Seite. Wie läuft die Zusammenarbeit?

Emil: Bei meinen meisten Trainerstationen war ich auf mich allein gestellt. Da ist es sehr angenehm, einen zweiten Mann im Team zu haben. Steffen organisiert viel, ist schon mehrere Jahre Trainer im Verein und kennt die Örtlichkeiten und Abläufe. Bei der Trainingsgestaltung übernehme ich den Löwenanteil. Da darf er sich gerne noch mehr einbringen. Aber vermutlich ist das im Moment auch normal, denn ich habe ja schon einige Trainerjahre mehr auf dem Buckel als er. Was die Spielphilosophie angeht liegen wir auf einer Wellenlänge und es ist mir auch immer wichtig, dass ich mich mit jemandem austauschen und Feedback holen kann. Insgesamt läuft das schon sehr gut.

Red.: Vielen Dank für das angenehme und aufschlussreiche Gespräch und viel Erfolg für die anstehende Saison!

Emil Petca

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