Der TSV Eschach geht als Teil der Spitzengruppe in die Rückrunde der Bezirksliga Bodensee. Trainer Ingo Martin sieht eine ordentliche Vorrunde, aber auch ungenutztes Potenzial. In einer extrem ausgeglichenen Liga entscheidet Konstanz über Perspektiven – nach oben wie nach unten.
Vorbereitung läuft
„Wir sind letzte Woche in die Vorbereitung gestartet“, sagt Ingo Martin. In den kommenden Wochen warten mehrere Testspiele, unter anderem gegen den SV Hohentengen, den FC Wangen, den FC Überlingen und den SV Kressbronn. „Wir werden Anfang Februar, traditionell, ins Trainingslager fahren und uns dort den letzten Feinschliff holen“, erklärt der Trainer.
Ordentliche Vorrunde mit ungenutzten Chancen
Die erste Saisonhälfte bewertet Martin differenziert. „Die Vorrunde war ordentlich, aber hat auch noch Luft nach oben“, sagt er. Entscheidend seien vor allem verpasste Möglichkeiten gewesen: „Wir hatten zwei bis drei Spiele, die wir hätten gewinnen müssen.“ Gleichzeitig ordnet der Trainer diese Bilanz realistisch ein: „Aber das zeigt auch, wie eng und ausgeglichen die Liga ist.“
Der TSV Eschach steht mit 32 Punkten aus 17 Spielen auf Rang vier. Die Bilanz von zehn Siegen, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen sowie ein Torverhältnis von 35:18 unterstreichen die Rolle des Teams als ernstzunehmender Verfolger der Spitzengruppe.
Defensive Stabilität und spielerische Lösungen
Besonders positiv hebt Martin die Entwicklung im Spiel gegen den Ball und im Aufbau hervor. „Wir waren zum einen viel am Anfang sehr stabil in der Defensive und haben wenig zugelassen“, erklärt er. „Zum anderen sind wir im Spielaufbau auch unter Druck ruhig geblieben und haben spielerische Lösungen gefunden.“
Diese Mischung aus defensiver Ordnung und spielerischer Kontrolle bildet die Grundlage für die bisherige Platzierung und nährt die Hoffnung auf eine erfolgreiche Rückrunde.
Offensive Qualität mit Steigerungspotenzial
Trotz der insgesamt starken Bilanz sieht der Trainer auch im Angriff noch Reserven. „Wir erarbeiten uns meist viele Torchancen und haben grundsätzlich mit 35 Toren eine gute Offensive“, sagt Martin. Doch das Team hätte noch effektiver sein können: „Wir hätten dort noch besser sein können und damit auch ein paar Punkte mehr holen können. Da jammere ich aber auf hohem Niveau.“
Zielsetzung: Konstanz statt Prognosen
„Wir wollen eine noch bessere und konstantere Rückrunde spielen“, betont er. „Dann sehen wir, was am Ende raus kommt.“ Diese Haltung spiegelt die Realität einer Liga wider, in der kleine Schwankungen große Auswirkungen haben können.
Personelle Veränderungen und Rückkehrer
Im Kader gab es im Winter Bewegung. Verlassen haben den Verein Verite Lebeka, der zum SK Weingarten wechselte, sowie Louis Lange, der laut Trainer Martin sehr überraschend zur SG Baienfurt ging. Zugänge gibt es keine. „Da wir personell gut aufgestellt sind und einige Verletzte wieder zurückkehren“, sieht der Trainer keinen Bedarf für externe Verstärkungen.
Eine Liga ohne klare Favoriten
Im Titel- und Abstiegskampf vermeidet Martin klare Prognosen. „Das ist schwer zu sagen“, erklärt er. „Die Liga ist sehr ausgeglichen. Es geht vorne wie hinten sehr eng zu.“
Spitzenreiter ist der SV Oberzell mit 35 Punkten, dicht gefolgt von der SGM Unterzeil/Seibranz und dem SV Maierhöfen/Grünenbach mit jeweils 33 Punkten. Dahinter lauert der TSV Eschach, gefolgt vom VfL Brochenzell.
TSV Eschach: "Vorrunde war ordentlich, aber auch noch Luft nach oben" - FuPa